Somajitsu – Körperorientiertes Training für mehr Präsenz und Stabilität
Somajitsu verbindet körperorientierte Verfahren mit Elementen aus Achtsamkeit, Bewegungsanalyse und Kampfsport-Praxis. Im Zentrum steht die Frage: Wie wirken sich Haltung, Atem und Bewegung auf unser inneres Erleben aus – und wie können wir sie gezielt nutzen, um ruhiger, präsenter und handlungsfähiger zu werden?
Was ist Somajitsu?
Somajitsu ist ein von Sirko Waak entwickeltes, körperorientiertes Trainingskonzept. Es entstand aus der Verbindung von psychotherapeutischem Fachwissen, jahrzehntelanger Kampfsport-Praxis und der Überzeugung, dass sich seelische Zustände unmittelbar im Körper zeigen – und über den Körper auch wieder verändert werden können. Somajitsu übersetzt diese Erkenntnisse in einfache, alltagstaugliche Übungen.
Die Grundlage
Somajitsu stützt sich auf etablierte körperorientierte Konzepte: die Prinzipien der Körperpsychotherapie nach Geuter, den vasomotorischen Zyklus (das Wechselspiel von Anspannung und Entspannung im Organismus), Skalen der Konzentrativen Bewegungstherapie (KBT) sowie die Bewegungsanalyse nach Laban. Diese fließen in einfache, für jeden zugängliche Übungen ein – ganz ohne Vorerfahrung mit Körperarbeit.
Was bringt Ihnen Somajitsu?
Regelmäßiges Üben kann helfen, Stresssignale im Körper früher zu erkennen, schneller in einen ruhigeren Zustand zurückzufinden und mit mehr Präsenz und Klarheit zu handeln – im Alltag, im Team und unter Druck. Somajitsu ist damit eine praktische Ergänzung zu Achtsamkeits- und Resilienzarbeit, wie sie auch im Achtsamkeitsweg vermittelt wird.
Für wen ist Somajitsu geeignet?
Für alle, die ihre Selbstwahrnehmung und Selbstregulation stärken möchten – ob im Einzeltraining, als Impuls in Teams und Firmen oder als Ergänzung zum Achtsamkeitsweg. Vorerfahrung ist nicht nötig, die Übungen sind bewusst einfach und alltagstauglich gehalten.
Buchung und Kontakt
Sie möchten Somajitsu kennenlernen oder als Element in Ihr Team- oder Gesundheitsprogramm integrieren? Sprechen Sie mich gerne an.


Vier Übungen zum Ausprobieren
Übung 1 – Der 90-Sekunden-Haltungs-Reset
- Beide Füße fest auf den Boden stellen
- Becken minimal aufrichten (nicht ins Hohlkreuz)
- Schultern bewusst nach hinten-unten sinken lassen, Brustraum öffnen
- Drei ruhige, etwas tiefere Atemzüge nehmen
Schon diese kurze Unterbrechung kann helfen, aus akuter Anspannung in eine ruhigere, handlungsfähigere Verfassung zu kommen.
Übung 2 – Bodenkontakt (Grounding)
- Hüftbreit hinstellen, Augen wahlweise offen oder geschlossen
- Aufmerksamkeit nacheinander auf beide Fußsohlen richten: Wo genau spüre ich den Boden?
- Leicht in den Knien federn, dann wieder zur Ruhe kommen
- Kurz nachspüren: Wie fühlt sich der Stand jetzt an?
Hilft, in stressigen Momenten schnell wieder „anzukommen" und einen stabilen inneren Bezugspunkt zu finden.
Übung 3 – Der Atem-Anker
- Eine Hand auf den Bauch, eine auf den Brustkorb legen
- Ohne den Atem zu verändern, einfach beobachten: Welche Hand bewegt sich mehr?
- Für 5 Atemzüge die Ausatmung bewusst etwas verlängern
- Danach normal weiteratmen und den Unterschied wahrnehmen
Ein einfacher Einstieg in Körperwahrnehmung, überall und ohne Vorbereitung einsetzbar.
Übung 4 – Raumgriff (nach Laban)
- Einen Schritt nach vorn machen und dabei die Arme bewusst weit öffnen – „Raum einnehmen"
- Einen Schritt zurück und die Arme dabei nah am Körper führen – „Raum reduzieren"
- Beide Bewegungen im Wechsel je 3–4 Mal wiederholen
- Beobachten: Welche Bewegung fühlt sich in diesem Moment stimmiger an?
Schult das Gespür dafür, wie Körperhaltung und -bewegung das eigene Auftreten und Erleben beeinflussen – hilfreich z. B. vor Gesprächen oder Präsentationen.